unsere Hütten           

 

Eine Gruppe von Lehrern, die zusammen ihre Begeisterung für die Bergwelt teilten und an ihre Schüler weitergeben wollten, gründeten im Jahre 1874 in Wien den „Lehrer-Touristenklub“. Der Klub gehörte damals noch nicht zum Alpenverein. Doch der frühzeitige Wunsch mit Hütten und Wegen an der alpinistischen Erschließung der Alpen Anteil zu nehmen und ein eigenes Arbeitsgebiet zu betreuen, wurde 1911 die Umbildung des „Lehrer- Touristen-Klub“ in eine Alpenvereinssektion beschlossen.

Seit 1914 wird von der Sektion Wiener Lehrer der südwestliche Teil der Schobergruppe und seit 1925 das Gradental als Arbeitsgebiet betreut. 1921 wird mit dem Bau der Hochschoberhütte begonnen.

1928 wird Sadnighaus und Hinteralm-Hütte eröffnet, drei Jahre später folgt die Eröffnung der Adolf Noßberger- Hütte.  Mit dem Wegebau über die Niedere Gradenscharte im Jahre 1928 und in weiterer Folge des Wiener Höhenweges im Jahre 1933 ist es heute möglich, die Schobergruppe vom Iselsberg in Osttirol bis zum Glocknerhaus zu durchqueren. 1935 wird die Hütte auf der Hinteralm und die Hochschoberhütte erweitert.

Ab dieser Zeit werden für Schüler mit langem Schulweg Verpflegungs- und Wärmestellen, damals Suppenanstalten genannt, in den Orte Johnsbach, Döllach und Sankt Johann im Walde (Iseltal) gefördert und Weihnachtsaktionen mit Schuhen, Wollsachen und Süßigkeiten für die Kinder durchgeführt.

Durch Jahre wurde auch die Notschule in der Asten (Sadnighaus) mit Büchern Schreib- und Zeichenmaterial versorgt.

Nach den Kriegswirren werden die Schäden die im Laufe dieser unseligen Zeit  an den Hütten entstanden sind repariert. 1950 wird die Martin Moser- Hütte neben der Peter Paar- Hütte welche nur im Winter offen ist, als ganzjährige Selbstversorgerhütte eingerichtet.

1951 zerstört eine Lawine das Sadnighaus. In den folgenden Jahren wir am Neubau des Sadnighauses und an der Erweiterung des Hinteralmhauses gearbeitet.

Die Eröffnung und Einweihung beider Häuser wurde im Jahr 1959 gefeiert.

1952 wird die Volkstanzgruppe gegründet.

Immer wieder wird an der Verbesserung und Erweiterung unserer Hütten gearbeitet. 1964 erhält die Nossbergerhütte eine Veranda als Vergrößerung des Gastraumes und 1980 werden die Sanitäranlagen verbessert und vergrößert. 1972 bekommt das Neue Sadnighaus eine Zentralheizungsanlage und 1976 werden Küche, Gastraum und Zimmer durch einen Zubau erweitert. Das Hinteralmhaus erhält 1985 ein neues Dieselaggregat, welches in einem Terassenzubau untergebracht wird und 1995 werden Sanitärbereich und Fenster erneuert.

Unsere Bemühungen im Bereich Naturschutz führten 1965 zum Antrag auf Schaffung eines Naturschutzgebietes im Bereich Naßkör auf der Hinteralm. Sie wurden 1970 von der Steiermärkischen Landesregierung durch die Einrichtung desselben belohnt. Im Gebiet Gradensee - A. Nossbergerhütte wurde ebenfalls ein Naturschutzgebiet eingerichtet, welches 1981 in den Nationalpark Hohe Tauern Kärnten übernommen wurde. Dieser Nationalpark ist der erste in Österreich, welcher international als solcher anerkannt wurde.

Auch im Vereinsleben bewegte sich in all den Jahren einiges. So entstand 1966 eine Jugendgruppe im SOS Kinderdorf Hinterbrühl, welche bis 1972 bestand. 1975 wurde die Ortsgruppe "Wien - Nordwest" gegründet. Sie wurde nach zwei Jahren in "Wienerland" umbenannt, war einige Jahre als eigenständige Sektion im Alpenverein und wurde dann leider nach unserem Wissen, als einziger Zweigverein nach den unseligen Ereignissen bis 1945 aus dem Verband des ÖAV ausgeschlossen.

Ein gewaltiger Schicksalsschlag ereilte unsere Sektion 1983 als die Hochschoberhütte im Mai aus bis heute unbekannter Ursache ein Raub der Flammen wurde und bis auf die Grundmauern abbrannte. Mit großer Anstrengung gelang es uns 1985 bis 1987 das Haus wieder aufzubauen.

 

 

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