Einiges zur Geschichte des Hinteralmhauses

 

Hinteralmhaus 75 Jahre jung.

 

Eine Schutzhütte wächst, macht viele Sorgen und bereitet auch viel Freude und Erholung für die Seele …

Das Hinteralmhaus feierte 2004 ihr 75 jähriges Bestehen.

Von einer Schneeschuhhütte zu einem gemütlichen Schutzhaus.

 

1926 erwarb die Sektion Wiener Lehrer auf der Hinteralm eine Almhütte, die Schneebergerhütte, mit dem Gedanken in der Nähe von Wien eine Schihütte in einem schneereichen und lawinensicheren Schigebiet einzurichten.

1927 Die Forstverwaltung Neuberg erteilt die Benützungsbewilligung

1927/28 Umbau der Almhütte. Eingebaut werden eine Wohnküche, zwei Schlafräume, ein Zweibettzimmer, Unterkunft für 15 Personen.

1928/1929 Durch die Erwerbung der Gasthauskonzession ist die Fassung einer Quelle und Errichtung eines Quellenhäuschens notwendig. Nach Abschluss des Wasserleitungsbaues erfolgte die Eröffnung der Hütte im Jänner 1929. Das schöne beliebte Gebiet und die Hütte finden bei den Vereinsmitgliedern großen Zuspruch, sodass der Verein den Plan fasst eine große bewirtschaftete Schutzhütte zu bauen.

Übernahme der Pacht durch das Ehepaar Karla und Karl Wenzl.

1930 Baubeschluss für ein neues Haus. Bedingt durch die finanziellen und behördlichen Schwierigkeiten verzögert sich der Neubau um vier Jahre.

1934 Umgestaltung des alten Hauses mit einem Zubau nach Plänen des Vorstandes Adolf Nossberger, Ing. Freiinger und Werner Cemernjak. Es werden ein Vierbettzimmer, zwei Zweibettzimmer, drei Schlafräume mit 25 Lagern, Küche, Pächterzimmer, Wasch- und Duschraum, Nebenräume errichtet.

1935 Eröffnung der "Wiener-Lehrer-Hütte". Steigende Besucherzahlen, durch Schikurse zu Weihnachten, in den Semesterferien und zu Ostern. Auch im Sommer erfreut sich die Hütte steigender großer Beliebtheit.

1939 – 1945 Im zweiten Weltkrieg, trotz großer Schwierigkeiten wird das Haus bewirtschaftet und weist guten Besuch auf.

1945-47 Das Mürztal wird zuerst von sowjetischen Truppen, danach von britischen Truppen besetzt. Bis 1955 britische Besatzungszone. Wer von Wien auf die Hinteralm wollte, musste bedingt durch die Grenze am Semmering zwischen russischer und britischer Besatzung lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

1951 um den Besucherstrom zu bewältigen wird die Moser-Hütte gepachtet.

1953 Errichtung einer neuen Wasserleitung mit tatkräftiger Unterstützung der Hochtouristengruppe, der Jungmannschaft und der Jugendgruppe unter der Leitung von Hüttenwart Dir. August Gazar.

1955 Planung Zu- und Umbau des Schutzhauses unter der Leitung des Hüttenwartes Dir. Gazar nach Plänen des Dipl. Arch. Robert Zöch. An der Hüttenvorderseite soll ein unterkellerter Neubau mit Gastraum und Zimmern bzw. Lagern im Stock entstehen.

1959 Nach anfänglichen finanziellen Schwierigkeiten wird das erweiterte "Alpenvereinshaus Hinteralm", dank Hilfe einer Spenden- und Darlehensaktion unter den Vereinsmitgliedern, mit tatkräftiger Unterstützung durch den Sektionenverband Steiermark und des Gesamtvereins, zu Pfingsten 1959 feierlich eröffnet. 20 Betten, 4 Schlafräume für 30 Personen, ein Gastraum für 70 Personen, Warmluftheizung.

Fassung von drei Quellen, Bau eines Sammelbeckens, Errichtung eines Wasserhochbehälters

im Giebel des Hauses. Aufstellung eines Dieselaggregates in der Moser-Hütte für elektrisches Licht und zum Betrieb einer Elektropumpe für die Wasserversorgung.

1962 Nach 33 Jahren legt das Ehepaar Wenzel die Pacht aus gesundheitlichen Gründen zurück.

1963 Pachtübernahme durch Hubert Vierthaler.

In den sechziger Jahren erlebte das "Alpenvereinshaus Hinteralm" rückblickend seine Hochblüte. Bis zu 3000 Nächtigungen in den Jahren 1962 und 1963 geben Zeugnis davon.

Die Änderungen im Schisport in den ‚Sechzigerjahren’ führte in den Jahren 1964 und 1965 zu fallenden Besucherzahlen.

1965 Antrag der Sektion Wiener Lehrer bei der Steiermärkischen Landesregierung auf Erklärung des Naßköhrs zum Naturschutzgebiet.

1966 Nach 3 Jahren legt Hubert Vierthaler die Pacht zurück.

1967 Übernahme der Pacht durch Anton Hribernik für ein Jahr.

1968 Übernahme der Pacht durch die Familie Zenz ebenfalls für ein Jahr.

1968 Die Donaulandhütte wird mit Hilfe des Gesamtvereins erworben.

1969 40-Jahr Feier des Hinteralmhauses. Ehrenvorstand Dir. Gazar tritt nach mehr als 20-jähriger Tätigkeit als Hüttenwart zurück. Nachfolger als Hüttenwart werden Hr. Josef Mehlführer und Hr. Alfred Euler.

Übernahme der Pacht durch Lotte und Josef Tarra.

1970 Das Naßköhr wird zum Naturschutzgebiet erklärt.

1972 Nach 3 Jahren legt die Familie Tarra die Pacht zurück und Übernahme der Pacht durch

Beatrix Wienauer.

1975 Eröffnung des Weitwanderweges 01.

1979 Herr Josef Mehlführer tritt nach 10-jahriger Tätigkeit als Hüttenwart zurück.

1979 50-Jahr Feier des Hinteralmhauses im Juni 1979.

1984 Zerstörung der Wasserpumpe und Schaden am Erdkabel durch Blitzschlag.

1985 Hüttenwart Erwin Bucher nach 3 Jahren zurückgetreten. Neuer Hüttenwart Gerfried Schuhböck.

1985 Der Pachtvertrag für die Moser-Hütte wird wegen Eigenbedarf des Pächters nicht verlängert.

Daher muss für das Dieselaggregat, welches für die Stromversorgung der Wasserpumpe unbedingt nötig ist ein eigener Zubau geschaffen werden.

Der Zubau wurde durch die Baufirma Schuster und Faist mit Unterstützung des Pächterehepaares Wienauer und Sohn Martin.

Freiwillige Helfer Hüttenwart Gerfried Schuhböck, Robert Seper, Erwin Peöcz , Günter Bernhart und Almleute.

Vorschreibung der BH Mürzzuschlag für ein neues Pächter-WC.

1986 Wieder erheblicher Schaden durch Blitzschlag am Erdkabel und Totalschaden an der Wasserpumpe. Schadensbehebung durch Wienauer Günter mit Unterstützung durch das E-Werk Neuberg. Anschaffung einer neuen Wasserpumpe.

Beginn der Umbauarbeiten für die von der BH- Mürzzuschlag vorgeschriebenen Pächter-Sanitärräume und für das Pächterzimmer.

Bei Baubeginn treten wesentlich schwerere Schäden auf als ursprünglich angenommen. Erneuerung des Fußbodens und Unterkonstruktion im Pächterzimmer, neue Wände, neue Türen und Fenster sind erforderlich.

Die Arbeiten wurden wieder durch die Baufirma Schuster und Faist aus Kindberg durchgeführt. Helferarbeiten

durch das Ehepaar Wienauer und Sohn Martin, Hüttenwart Gerfried Schuhböck und die Herren Robert Seper und Erwin Peöcz.

1992 Ein Unglücksjahr für das Hinteralmhaus. Anschaffung eines neuen Dieselaggregats, da das alte Dieselaggregats den Geist aufgibt.. Die Reparatur des alten Aggregats erweist sich als zu teuer. Bis zur Anschaffung eines neuen Dieselaggregats helfen die Feuerwehren von Mürzzuschlag und Krampen aus, damit die Wasserversorgung der Hütte gesichert ist. Dazu tritt ein Totalschaden an der Wasserpumpe auf. Vermutlich durch Überspannung nach Blitzschlag. Da die Reparatur der Wasserpumpe ebenfalls zu teuer ist, ist ebenfalls die Anschaffung einer neuen Wasserpumpe notwendig.

Der für 1991 von der BH vorgeschriebene Umbau der Gästesanitärräume, musste aus finanziellen Gründen und Verzögerungen bei den Bauverhandlungen und aufgrund des frühen Wintereinbruchs um ein Jahr verschoben werden.

Verkauf der Donalandhütte an Herrn Kitzinger.

1993 Endlich ist es soweit. Der verschobene Neubau und die Installation der Gästesanitäranlagen durch die Baufirma Herbitschek und den Installationsbetrieb Kukacka aus Mürzzuschlag wurden im Sommer durchgeführt.

Stetiger Wassereinbruch im Winter und im Frühling an der Westwand der Hütte (Küchenteil).

Dieser Teil gehört zu den ältesten der Hütte. Bei der Untersuchung der Hüttenwand hat sich herausgestellt, dass diese baufällig ist. Es musste daher eine neue Ziegelwand mit Fenster errichtet werden, welche ein Jahr später verschindelt wurde.

Ebenfalls war die Reparatur des Kamins und der Blitzanlage notwendig.

Montage von vier Solarpaneelen an der Hüttenwand.

1995 Die alten undichten Fenster werden durch neue ersetzt.

1997 Aufstellung des Glockenturms vor der Hütte zur Erinnerung an die gefallenen Sektionsmitglieder beider Weltkriege, welcher beim Sadnighaus, bis zu dessen Verkauf,  aufgestellt war.

1998 Notwendige Tischlerarbeiten an der Inneneinrichtung im Gastraum. Neue Tische und Sesseln.

1999 Erweiterung der Solaranlage (4-Photovoltakomponenten) auf der Hütte.

2000 Reparatur Dieselaggregat ist notwendig.

Behebung und Reparatur nach Blitzschaden am Erdkabel und an der Wasserpumpe im August 2000.

2001 Erweiterung der Hauszentralheizung. Installation eines Gästesanitärraums (WC und Waschgelegenheit) im ersten Stock.

Erneuerung der Holzstiege beim Eingang.

2003 Festveranstaltung Prädikatisierung Naturpark ‚Mürzer Oberland’ in Neuberg/ Mürz

(beteiligte Gemeinden: Altenberg, Krampen, Neuberg/Mürz, Mürzsteg)

Handlauf am Terassengeländer muss erneuert werden. Hüttenanstrich durch Wienauer Günter und Martin, Krista und Hüttenwart Gerfried Schuhböck. Service am Dieselaggregat wird durchgeführt.

2004 Frau Beatrix Wienauer kündigt nach 33 Jahren Ende März durch Pensionierung den Pachtvertrag.

Sohn Martin Wienauer wird neuer Pächter.

75-Jahr Feier des Hinteralmhauses und Verabschiedung des Pächterehepaares Wienauer im Juli 2004.

2008 Peter Fünder ist neuer Pächter.